Osteopathie

Osteopathie

Eine ganzheitliche und individuell angepasste Behandlungsmethode

Was ist Osteopathie?

Osteopathie ist eine medikamentenfreie und nicht-invasive manuelle Behandlungsmethode, die den Körper als Ganzes (gemeint sind Körper, Geist und Seele) ins Gleichgewicht bringt. Die Osteopathie dient dem Erkennen und Behandeln von Funktionsstörungen im Körper. Dies geschieht hauptsächlich durch die Behandlung und Stärkung des Bewegungsapparates, der Faszien, Gelenke, Muskeln, Wirbelsäule und der inneren Organe. Das Ziel ist es, das Nerven-, Kreislauf- und Lymphsystem des Körpers auszugleichen. Blockaden werden aufgelöst und die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktiviert. Man konzentriert sich nicht nur ausschliesslich auf symptomatische Bereiche des Körpers, sondern es werden auch andere Strukturen untersucht und gegebenenfalls kuriert.

Die Prinzipien der Osteopathie sind sehr einfach und logisch. Alle Körperteile funktionieren als eine Einheit. Wenn ein Teil des Körpers eingeschränkt ist, muss sich der Rest des Körpers anpassen und gegebenenfalls kompensieren. Dies kann zu Entzündungen, Schmerzen, Steifheit und anderen Gesundheitszuständen führen. OsteopathInnen respektieren die natürliche Selbstheilungsfähigkeit des Körpers und schaffen gute Voraussetzungen das diese in Kraft treten können. Wenn der Körper frei von Bewegungseinschränkungen ist, unterstützt die osteopathische Behandlung den Körper mit verschiedenen Behandlungsmethoden, um Schmerzen und Stress zu reduzieren.

Ein ganzheitlicher Ansatz

Bei der Osteopathie wird der Menschen als eine untrennbare Einheit von Körper, Geist und Seele betrachtet, welche durch das individuelle Umfeld geprägt ist. Im Prinzip wird die Beweglichkeit des Körpers in seiner Gesamtheit und im Zusammenspiel mit anderen Körperteilen und Organsystemen gesehen untersucht und verbessert damit alle Prozesse im Körper reibungslos verlaufen können. In einem Gespräch werden nicht nur körperliche Beschwerden wahrgenommen sondern auch der Lebensstil, Arbeitsergonomie und Stress. Über die Darmgesundheit wird wenn nötig auch gesprochen da diese auch körperliche Beschwerden hervorrufen können. Dies ist der einzigartige und ganzheitliche Ansatz der Osteopathie.

Geschichte der Osteopathie

Es war Dr. Andrew Taylor Still, der Osteopathie Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA entwickelt hat. Sein Ziel war es, mit manueller Behandlung und ohne Einsatz von Medikamenten oder Chirurgie, die Bewegungseinschränkungen von Körperstrukturen und Körperflüssigkeiten zu behandeln. Zu Europa kam Osteopathie dann Anfang des 20. Jahrhundert durch Dr. Stills Schüler, Dr. John Martin Littlejohn. Der Engländer entwickelte Osteopathie als rein manuelle Form der Medizin weiter.

Die verschiedene Arten der Osteopathie

Wie in allen Berufen gibt es verschiedene Schulen mit unterschiedlichen Philosophien und Lehrern. Somit behandeln OsteopathInnen ihre KlientInnen auf unterschiedlicher Weise. Die Grundprinzipien sind jedoch immer die gleichen und bringt den Vorteil mit sich, dass Behandlungsmethoden individuell an Die PatientInnen angepasst werden können.

In der klassischen Osteopathie bekommt man häufig eine Ganzkörperbehandlung. Dann gibt es Minimalisten, die mit wenigen Handgriffen eine gute Wirkung erzielen. Deren Philosophie ist es mit minimaler Veränderung den beste Wirkung zu erzielen.

Einige OsteopathInnen arbeiten nur mit kraniosakraler Osteopathie, die im 20. Jahrhundert von Dr. William G. Sutherland erforscht wurde. Kraniosakrale Osteopathie ist eine angenehme und sanfte Methode deren Ziel es ist den kraniosakralen Rhythmus ins fliessen zu bekommen.

Viszerale Manipulation (VM) ist ein weiterer Stil, der vom französischen Osteopathen und Physiotherapeuten Jean-Pierre Barral entwickelt wurde. VM unterstützt funktionelle und strukturelle Ungleichgewichte im ganzen Körper. Sie behandelt vor allem die Bewegungsdynamik von Organen, Membranen, Faszien und Bändern.

Sowohl wie die kraniosakrale als auch die viszerale Osteopathie werden als „funktionell“ bezeichnet, da sie die propriozeptive Kommunikation innerhalb des Körpers aktivieren. Darüber hinaus handelt es sich um subtile Techniken, die gute Palpationsfähigkeiten des Therapeuten erfordern.

Osteopathie in Schweden

Der Verband der schwedischen OsteopathInnen (SOF) hat heute über 380 Mitglieder. Er ist ein bundesweiter Berufsverband für OsteopathInnen , deren Mitglieder eine Ausbildung absolviert haben müssen, die den europäischen Standard entspricht. Der SOF ist in Schweden die einzige Instanz welche ein angemessene Berufsausbildung garantieren kann. Die Ausbildung ist eine 5-jährige Universitätsausbildung die mit dem Bachelor of Healthcare abgeschlossen werden kann.

Die breite Anwendung und sanfte Methode der Osteopathie sind für Kinder, Erwachsene und ältere Menschen geeignet. Laut Gesetz darf in Schweden ein Osteopath jedoch keine Kinder unter 8 Jahren behandeln. In anderen Worten werden hier keine Säuglinge und Kleinkinder behandelt.

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Was macht eine Osteopathin?

Ein Osteopath deckt mit den Händen Funktionsstörungen in den verschiedenen Körpergebieten auf und behandelt diese auch gleichzeitig. Die sanften Griffe und Methoden eignen sich sowohl für Kinder (in Schweden erst ab 8 Jahren möglich) als auch für Erwachsene und ältere Menschen. Die Osteopathie konzentriert sich auf die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen und sucht vor allem nach der Ursache der Symptome. Mit unterschiedlichen Methoden werden die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, die Durchblutung gefördert und Funktionen der unterschiedlichen und in Verbindung stehenden Körperbereiche verbessert.Ein Osteopath behandeln mehr als Sie denken. Die häufigsten Anwendungsbereiche sind Rückenschmerzen, Schmerzen im Nacken und Schultern, Becken und Hüften.

Wie ich behandle:

• Alle Arten von Schmerzen; neuropathische, kronische und akute Schwerzen
• Gelenkschmerzen; Schmerzen im Kiefergelenk, Schultern, Leiste, Hüfte, Hände und Füsse, sowie Knieschmerzen als auch Steifheit in den Gelenken
• Ischias; Taubheit oder ausstrahlende Schmerzen in Armen und Beinen
• Schmerzen in der Brustwirbelsäule, Lendenwirbelsäule, Lumbargo, sowie Nackenschmerzen und Schmerzen zwischen den Schulterblättern
• Störungen und Schmerzen während der Schwangerschaft wie z.B. Brustschmerzen, Rückenschmerzen, Karpaltunnelsyndrom und angeschwollene Hände und Füße
• Symptome nach einem Leistenbruch und Schleudertrauma
• Die meisten Formen von Kopfschmerzen wie beispielsweise Spannungskopfschmerzen und Migräne
• Bauchschmerzen, Durchfall und Verstopfung
• Sodbrennen
•  Asthma und andere Atemwegserkrankungen
• Sportverletzungen wie z.B. Tennisarm und Golfellenbogen, Schmerzen in der Hüfte und Läuferknie (Runner’s knee)
• RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury), schmerzhafte Schultersteife (Frozen shoulder)
• Rheumatische Schmerzen – Arthrose und Arthritis

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Was Sie von Ihrer ersten osteopathischen Behandlung erwarten können:

Wie lange dauert eine osteopathische Behandlung?

Die erste Behandlung dauert in der Regel etwa 45 bis 60 Minuten. Alle weiteren Behandlungen können zwischen 30 und 45 Minuten dauern. Die Behandlung kann verschiedene Techniken umfassen. Gibt es bestimmte Techniken, die Sie für unangenehm halten und nicht wünschen, teilen Sie mir dies bitte im Vorgespräch mit. Wenn die Diagnose eine weitere oder eine andere Behandlung erfordert, werden Sie zu einem Arzt verwiesen oder einem anderen Kollegen, der Ihnen besser helfen kann. Osteopathen arbeiten in der Regel mit Ärzten, Zahnärzten oder anderen medizinischen Fachkräften zusammen.

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Welche manuellen Techniken werden in der Osteopathie verwendet?

Die Philosophie und Denkensweise über den Körper ist das was die Osteopathie von anderen manuellen Therapien wie Kiropraktik oder Physiotherapie hauptsächlich unterscheidet. Ein Kiroprakter behandelt vor allem die Wirbelsäule und Physiotherapeuten sind mehr in der Rehabilitation tätig durch massieren. Als Osteopath betrachte ich den Körper als ein Ganzes; wobei nicht nur die Wirbelsäule bei Bedarf behandelt wird, sondern auch die umgebenden Strukturen, die mit den Symptomen in Zusammenhang stehen können. Interne (körperliche und emotionale) und externe (Lebensstil, Gewohnheiten und Ergonomie am Arbeitsplatz) Faktoren werden dabei ebenfalls berücksichtigt. Die Behandlungsmethoden unterscheiden sich von Patient zu Patient je nach individuellem Gesundheitszustand, medizinischer Vorgeschichte und die eventuelle Ursache der Schmerzen. Ein Osteopath beginnt mit einem Gespräch und berücksichtigt den gesamten Körper um seine Diagnose zu stellen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ein Osteopath mehr und unterschiedlichere Werkzeuge in der „Werkzeugtasche“ mit sich trägt, mit denen behandelt werden können. Es gibt viele verschiedene Behandlungstechniken, von denen einige mehr kraftvoll und dynamisch sind, andere weicher und subtiler. Die Behandlung wird immer personenspezifisch angepasst.

Osteopathie berechtigt zur Wellnesspauschale („Friskvårdsbidrag“)

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