Faszien Yoga

Faszien Yoga für Sportler – neue Impulse für Flexibilität und Entspannung

Was wird beim Faszien Yoga gemacht?

Im Faszien Yoga wird besonders darauf geachtet, die Ausrichtung unserer Beine, Arme und Gelenke in den Asanas immer wieder kreativ zu verändern, um möglichst unterschiedliche Faserverläufe unseres faszialen Netzes zu erreichen. Nichts schadet den Faszien mehr als Bewegungsmangel, immer wieder gleiche, sich ständig wiederholende Bewegungen oder das eintönige Verweilen in ein- und derselben Position über einen längeren Zeitraum. Unsere Fazien brauchen möglichst viele verschiedene Reize und Dehnungen in vielfältigen Bewegungsrichtungen um gesund zu bleiben. Passiert das nicht, verkleben und verfilzen die Faszien. Im Faszien Yoga wird mit der Bewegungsvielfalt gespielt, auf eine leichte und stabile Körperhaltung geachtet, und mit den unterschiedlichen myofaszialen Zugbahnen im Körper gearbeitet. Beim Fazien Yoga wird auch das Prinzip der elastischen Rückfederung angewendet, was vor allem beim Gehen, Laufen, Springen, Bücken und Werfen eine wichtige Rolle spielt. Das Gewebe bleibt dadurch gesund, elastisch und reißfest. Beim Faszien Yoga wird also mit der Beweglich-, Dehnfähig- und Gelenkigkeit des Körpers gearbeitet. Diese Form des Yogas kommt vor allem Büromenschen, sehr beweglichen Menschen, steifen Rücken und Sportlern zugute kommt. Nur wenn wir spüren was unserem Körper guttut oder nicht, können wir unsere Yogapraxis gezielt steuern und eine gesunde und achtsame Körperwahrnehmung fördern.

Was sind Fazien?

Unser Körper ist vom großen Zeh bis zum Kopf von einem zusammenhängenden Netz miteinander verbunden. Das Bindegewebe, das auch „Faszie” genannt wird, ist vom Muskel in ihrer Funktionalität nicht zu trennen und benötigt unterschiedliche Stimulation um nicht steif zu werden und auszutrocken. Fasziengewebe besteht hauptsächlich aus Wasser, Eiweissverbindungen, Zucker, Kollagen und Elastin sowie speziellen Zellen (Fibroblasten). Aufgabe der Faszien ist es den Körper zu stützen, verbinden, abzugrenzen und zu schützen. Energie kann gespeichert und weitergeleitet werden und unterschiedliche Körpersysteme können miteinander kommunizieren. Faszientraining und Muskeltraining beinflussen Kreislauf, Nervensystem und Stoffwechsel und sind beide Elemente einer ganzheitlichen Praxis. Viele Routinen in unserem täglichen Leben, wie eine schlechte Körperhaltung, Muskelverspannungen durch körperliche Belastung, langes Sitzen oder emotionaler Stress, begrenzen unsere Körperfunktionen und verschlechtern unsere Beweglichkeit.

Was ist Fazienyoga?

Was ist die myofasziale Selbstmassage?

Durch die myofasziale Selbstmassage werden Giftstoffe und Stoffwechselabbauprodukte aus dem Gewebe gelöst. Hierbei werden Hilfsmittel, wie Hartschaumrolle oder Bälle, benutzt. Je nach Art der Anwendung können so Verklebungen gelöst, der Wassergehalt des Gewebes ausgeglichen oder aber das Gewebe gekräftigt und gestrafft werden. Die Grundidee der myofaszialen Selbstmassage basiert auf der Technik des Rolfing oder auch des Myofascial Release – durch manuellen Druck werden die Faszienschichten des Körpers langsam ausgestrichen und Verklebungen zwischen den Schichten gelöst. Je nachdem wie schnell oder langsam wir rollen, kommt es in der Grundsubstanz zu unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten, die die Fibroblasten wahrnehmen können, was entweder zum vermehrten Auf- oder Abbau von Kollagen beitragen kann!

Vorsichtsmaßnahmen bei der myofazialen Selbstmassage:

Akute Verletzungen, Infekte, Entzündungen und Schwellungen
 Schwere Osteoporose
 Schwangerschaft
 Starke Krampfadern
 Anwendung starker Blutverdünnungsmittel (Bitte mit dem Arzt absprechen)
 Fibromyalgie
 Tumorerkrankungen
Lymphedema